Enrika von der Waterkant – unsere Pina

Ruby und Töchterchen Pina

Ruby und Töchterchen Pina

Wie das immer so ist mit den Plänen, habe ich mir vorgenommen aus Rubys D-Wurf eine Tochter zu behalten. Ruby hat uns fünf bezaubernde Welpen geschenkt, nur waren alle männlich. So wurde aus dem Plan, mit einer Tochter von Ruby unseren Zweithundplatz zu besetzen und vielleicht auch die Zucht weiterzuführen, erst mal nichts.

Ich kaufte dann eine kleine, bezaubernde, schokobraune Hündin als Zweithund für unsere Familie. Wir nannten sie Judy. Judy konnte allerdings eine Sache gar nicht leiden und zwar Fahren, egal ob Auto oder Fahrradkorb. Das war wirklich eine schwierige Zeit für mich, weil ich trotz aller Bemühungen um Judy sie nicht ans Fahren gewöhnen konnte. Schließlich musste ich ein Einsehen haben und mir eingestehen, dass wir nicht die richtige Familie für Judy sind. So suchte ich nach 10 Monaten ein neues, perfektes Zuhause für sie.  Dass Judy ein fröhliches Leben bei einer neuen Familie hat, dass sie wieder Zweithund ist und nicht mehr jeden Tag fahren muss, entschädigt für den schmerzlichen Verlust.

Doch was lange währt, wird endlich gut. In Rubys letztem Wurf waren zwei Hündinnen dabei. Meine Freude war natürlich groß. Sehr schnell schlug mein Herz für Enrika höher und schneller und lauter. Eine total niedliche Sahneschnute, ein fröhlicher, folgsamer Charakter und dazu ein wunderschönes, intensives Schokobraun. Was will man mehr??? 😀 Wir haben uns sehr schnell auf Enrika festgelegt. Beim Rufnamen dauerte es da schon länger. Nach einigem Hin und Her nennen wir sie nun Pina. Natürlich ist die Assoziation mit Pina Colada an der Tagesordnung.  🙄 Pina ist ihrer Mama Ruby naturgemäß recht ähnlich. Allerdings gibt es auch ein paar Besonderheiten, die sie von ihrem Papa Jurij oder anderen Vorfahren haben könnte. So hat sie ein zartes Gemüt, viel mehr als ihre Mutter. Pina ist leicht zu motivieren und eine kleine Streberin, wenn man ihr was beibringen möchte. Ihre Menschen hat Pina immer Blick, sie ist gerne mit uns unterwegs, möchte nicht zurückgelassen werden. Ruby dagegen ist inzwischen recht gemütlich geworden.

Am Ende bin ich nun sehr froh, dass wir doch eine Tochter von Ruby als Zweithund behalten konnten. Ein Mutter-Tochter-Gespann ist einfach etwas ganz Besonderes. Das gilt für das Heranwachsen der Junghündin, den Alltag mit zwei Bolonki und sicher auch für den hoffentlich noch lange auf sich warten lassenden Abschied von der Mutter. Ich mag daran keinen Gedanken vergeuden, aber ich bin froh, dass immer ein Teil von Ruby bei uns bleiben wird, jeden Tag. Das ist einfach ein schöner, tröstlicher Gedanke, der die Zukunft in den Blick behält, wenn die Gegenwart zur Vergangenheit wird.